Ist die QR-Code-Technologie schon veraltet?

Barcode versus QR Code

Auf den ersten Blick wirkt es fast so, als ob diese Befürchtungen Berechtigung haben – denn die Technologie ist tatsächlich schon veraltet! QR Codes (1994 von Denso Wave entwickelt[1]) gibt es „fast“ schon so lange wie den klassischen EAN Barcode (1977 in Europa eingeführt[2]), die vor der Jahrtausendwende erfunden wurden.

Fast jeder Deutsche kennt mittlerweile QR Codes

QR Code Scan iphone

Das 2007 eingeführte iPhone ermöglichte zum ersten Mal das Scannen von QR Codes für den Endkonsumenten

Beide Technologien waren anfangs nur industriell im Einsatz und erfuhren erst später im Endbenutzerbereich einen richtigen Hype, als die dafür tauglichen Lesegeräte (Smartphone, Tablets, …) auf den Markt kamen. Dieser Wendepunkt kam 2007 mit der Einführung des iPhones[3] und dann mit dem darauf folgenden QR Reader Apps. Laut einer Studie[4] von der Mobile Marketing Association Austria (MMAA) liegt die Verbreitung von Smartphones in Österreich im Jahr 2015 bereits bei 86%! Im Vergleich[5] dazu waren es 2012 nur 36%.

Der Bekanntheitsgrad[6] von QR Codes war 2011 noch bei 42%. 2015 lag dieser schon in Deutschland schon bei 99%, d.h. fast jeder Deutsche kennt mittlerweile QR Codes[7]!

Mit neueren Technologien wie Augmented Reality (AR) oder Near Field Communication (NFC) die bereits auf vielen Smartphones implementiert sind, können ebenfalls aus Objekten der realen Welt zusätzliche Informationen am Handy angezeigt werden, jedoch mit unterschiedlichen Ansätzen:

QR Code vs. Augmented Reality vs. Near Field Communication

Bei QR Codes weiß der Benutzer genau, wo er diesen Scannen muss; bei Augment Reality Anwendungen ist nicht immer gleich ersichtlich, wo die Kamera hinzeigen muss, um zu den ergänzenden Informationen zu gelangen. Abhängig von der Größe eines QR Codes kann dieser auch auf weitere Distanzen gescannt werden, als es zum Beispiel mit NFC per Definition möglich ist. Das QR Code Muster ist ein offener Standard, der zum Teil auch schon native in die Kamerafunktion von Smartphones integriert ist, ohne dafür eine App downloaden zu müssen. AR ist ein anderer Ansatz für den immer eine eigene App nötig sein wird, um die zu verarbeitende Umgebung zu interpretieren.

Anzahl der QR Code Scans steigt

Seit dem wir 2011 mit unserem QR Code Tracking Service online gingen, stieg die Anzahl der erzeugten QR Codes rasant an.

number of trackable qr codes

Auch die Anzahl der QR Code Scans stieg jedes Jahr stetig. Bis Ende 2015 wurden auf unserer Plattform über 12.000 trackable QR Codes generiert die über 642.000 mal gescannt wurden.

number of qr codes scans

Von einem Abwärtstrend oder der weit verbreiteten Meinung, dass QR Codes niemand verwendet oder diese nicht gescannt werden, können wir uns mit diesen Zahlen nicht anschließen.

Ein Blick in die Zukunft

QR Codes werden wie EAN Codes weiterhin auf immer mehr Produkten, Zeitschriften, Plakaten, Tickets u.v.m. zu sehen sein und parallel zu moderneren Technologien koexistieren.

Aber: Es liegt in der Verantwortung von Marketing Agenturen und Werbetreibenden, wie Sie QR Codes einsetzen. Ein Studie von Skopos[7] zeigt, dass QR Codes sich in der Bevölkerung zwar etabliert haben, der Anteil der Personen, die QR Codes nutzen, aber leicht rückläufig ist, da die Informationen hinter dem QR Code zu wenig Mehrwert bieten. Lesen Sie im Folgenden wie QR Codes erfolgreich eingesetzt werden, wo Sie am häufigsten verwendet und wie sie sich weiter entwickeln werden.

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Peter Hlavac

Peter Hlavac ist Gründer der QR Code Plattform qr1.at. Mit seinem Fachwissen rund um das Thema "Mobiles Marketing" berät er weltweit namhafte Unternehmen und bietet Experten-Knowhow für die Erstellung erfolgreicher QR Code Kampagnen. Bleiben Sie mit ihm in Kontakt auf:


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